Veranstaltungshinweise

INDIANER INUIT: Das Nordamerika Film Festival und Gunter Lange

Im Land des Nordwinds - Expedition zu den Ojibwe in Kanada

Posted on May 13, 2008 - Filed Under Allgemein

Im Land des Nordwinds – Expedition zu den Ojibwe in Kanada

Im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Konstanz plant das Kinderkulturzentrum Raiteberg (KiKuZ) von Dienstag, 2.9. - Freitag, 5.9. 2008 eine “Indianerwoche” für Kinder ab 7 Jahren.

Weitere Informationen: KiKuZ Raiteberg, Rebbergstr. 34, D-78464 Konstanz, Tel.: 07531-67775, E-Mail: kikuz@stadt.konstanz.de

Die „Indianerwochen“ des KiKuZ haben ja bereits Tradition. Lernten wir im vergangen Jahr die Kulturen der Cree, Métis und Irokesen kennen, so begeben wir uns diesmal auf eine Expedition zu den Ojibwe in Kanada. Anishinabe (ursprüngliche Menschen) nennen sie sich in ihrer eigenen Sprache. Ihr traditionelles Siedlungsgebiet erstreckt sich über Kanada und die nördliche USA. In Kanada werden die Ureinwohner „First Nations“ (Erste Nationen) genannt.

Gemeinsam mit den Ottawa und den Potawatomi gehörten die Anishinabe einst zum mächtigen Rat der drei Feuer, der nahe der Ostküste der USA und dem Sankt-Lorenz-Strom lebte. Die Völker des „Rates“ wanderten später vom Atlantik in das Gebiet der Großen Seen ein. Der Legende nach folgten sie einem geheiligten Objekt, der sogenannten „Miigis“ Muschel, die dem Ozean entsprungen war und von der Geisterwelt den Auftrag erhalten hatte, ihr erwähltes Volk in sein neues Land zu führen.

„Wenn wir mit den Sitten und Bräuchen der Ojibwe vertraut gemacht werden, müssen wir zugleich bedenken, dass Gesellschaft und Kultur der ‚First Nations’ in Kanada derzeit eine Wiedergeburt erleben. In dem Maße wie viele „First Nations“ sich aktiv für den Erhalt ihrer Traditionen einsetzen, gestalten sie diese im Sinne eines dem 21. Jahrhundert entsprechenden Lebensstils um. Die heutigen Gemeinschaften der „First Nations“ sind fester Teil unserer sich schnell wandelnden, hochtechnisierten, globalisierten und auf Wissenserwerb gegründeten Welt.“ (Botschaft von Kanada in Berlin)

Dienstag, 2.9. von 10.00 bis 12.30 Uhr
Grey Owl und der Schatz der Biber Abenteuerfilm GB, Kanada 2000

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Regie: Lord Richard Attenborough DarstellerInnen: Pierce Brosnan, Annie Galipeau, Nathaniel Arcand u. a., 120 Min, ab 7 Jahren

In den 1930er Jahren lebt Archie Grey Owl, Mitglied der Ojibwa-Nation, als einer der wenigen seines Stammes noch nach den alten Traditionen. Als Fallensteller durchstreift er die unendliche Wildnis Kanadas und, wie bei den Männern seines Volkes üblich, fängt und tötet er nie mehr, als für sein Überleben notwendig ist. Ein Verleger, der Grey Owl eines Tages kennen lernt, bittet ihn, seine Gedanken und seine Geschichte in einem Buch nieder zu schreiben.

Bei einem seiner Besuche in der Stadt begegnet Grey Owl Pony, einer jungen Frau vom Stamm der Mohawk. Fasziniert von der Lebensweise folgt sie ihm gegen den Willen ihres Vaters in die Wildnis. Zunächst wehrt Grey Owl sich dagegen, Pony kennt nicht die Gefahren, die das Leben in der freien Natur birgt und ist ihm daher wenig hilfreich. Sie ist es aber schließlich, die Grey Owl auf die Gefährdung der Biber aufmerksam macht.

Mithilfe der jungen Frau beginnt Archie seinen beispiellosen Kampf gegen die Umweltzerstörung. Sein Buch über das Leben der First Nations (indianische Ureinwohner) wird ein großer Erfolg, sogar in Übersee. Die Leser wollen mehr über Grey Owl erfahren, sein Verleger arrangiert aus diesem Grund eine Leserreise durch Nordamerika und England, auf der er ausführlich von seinem Leben in der kanadischen Wildnis erzählt. Über sich selbst, seine Familie und seine ganz eigene Geschichte gibt er nichts preis.
Doch dann kommt ein neugieriger Reporter dem spannenden Geheimnis von Archibalds Leben auf die Spur …

Dienstag, 2.9 von 14.00 – 17.00 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Wir fangen unsere Träume ein – Herstellung eines Traumfängers

Der Traumfänger (Dreamcatcher) verdankt seine Herkunft den indianischen Völkern, die in den nordöstlichen Regionen Nordamerikas leben. Er wurde und wird auch heute noch von Müttern, Großmüttern, Tanten und Großtanten für Kinder kunstvoll hergestellt und über ihren Schlafstellen aufgehängt. Der Traumfänger fängt sowohl die guten als auch die schlechten Träume ein. Diese werden in seinem Netz gefangen gehalten. In der Morgendämmerung finden die guten Träume, durch die Mitte des Netzes, entlang der Federn, zum Schlafenden zurück. Gleichzeitig lösen sich die schlechten Träume auf. Teilnehmen können Kinder ab 9 Jahren.

Dienstag, 2.9. von 14.00 – 16.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Mit Pfeil und Bogen1

Die Geschichte der Bogenjagd ist unheimlich spannend. Allgemein weiß man, dass viele Indianerstämme mit Bögen unterwegs waren. Es gibt sogar heute einige wenige Naturvölker, die mit dem Bogen jagen. Die Bogenjagd ist ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Erbes der Menschheit, gehört zu den ursprünglichsten Jagdformen und hat Menschen über Jahrtausende ernährt.

Claudia Kienzler erklärt den TeilnehmerInnen des Kurses, wie mit einem Recourve-Bogen umgegangen wird. Anschließend könnt ihr euch als SchützInnen erproben. Geschossen wird auf eine große Zielscheibe. Zum Bogenschießen wird etwas Kraft, Ausdauer und Konzentration benötigt. Die Sportart ist ein gutes mentales Training. Teilnehmen können Kinder ab 10 Jahren.

Mittwoch, 3.9. von 10.00 – 12.00 Uhr (Anmeldung erforderlich)
Tanzen und Singen mit Tamara Podemski 1

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Das KiKuZ Team freut sich, mit Tamara Podemski auch dieses Jahr einen Star aus Kanada präsentieren zu können. Ihre Mutter gehört der Ojibwa Nation an, ihr Vater ist Jude. Tamara Podemski wuchs in Toronto auf, wo sie auf der renommierten Claude Watson School für Darstellende Künste zehn Jahre lang Schauspiel, Gesang und Tanz studierte. Als Schauspielerin wirkte Tamara Podemski in vielen kanadischen und US-amerikanischen Spielfilmen und Fernseh-Serien mit. Im Kinderkanal (K.I.K.A.) war Tamara Podemski z. B. in der 13-teiligen deusch-kanadischen Miniserie „Blauvogel“ zu sehen. Am Freitag, 5. September um 20.00 Uhr kann man sie als Schauspielerin im Spielfilm „Dance Me Outside – Tanz mit einem Mörder“ im Scala-Filmtheater bewundern. Nicht selten wurden ihre Lieder, die sie selbst komponiert und textet, als Filmmusik verwendet. Zuletzt erhielt sie für ihre schauspielerische Leistung den Spezialpreis beim Sundance Filmfestival 2007 in Utah, USA und war im Februar 2008 gemeinsam mit Cate Blanchett und Jennifer Jason Leigh für den „Spirit Award“ nominiert. Als beste Sängerin wurde das Multitalent 2006 mit dem „Canadian Aboriginal Music Award“ ausgezeichnet. Teilnehmen können Kinder ab 7 Jahren.

Mittwoch, 3.9. von 10.00 – 12.30 (Anmeldung erforderlich)
Mmh, Manomin - Kochen mit Wildreis
Ein leckeres Menü aus der Küche der Anishinabe wird heute aufgetischt.

Neben dem traditionellen und gesunden Hauptnahrungsmittel „Wildreis“ (Beschreibung s. unten), den wir gemeinsam kochen, versuchen wir uns in der Zubereitung von leckerem Fisch (oder Büffelfleisch). Verschiedene vitaminreiche Wildbeeren stehen als Nachtisch auf der KiKuZ-Speisekarte.

Als “Wildreis” bezeichnet man die Samen des wildwachsenden Wassergrases Zizania aquatica, das den Ureinwohnern Kanadas seit Jahrtausenden als wichtige Nahrungsquelle dient. Das Wassergras ist ein bis zu drei, vereinzelt sogar fast fünf Meter hohes Gewächs, das in seiner ursprünglichen Art nur in absolut klarem, von Umweltbelastungen noch freiem Fluß- und Seewasser vorkommt. Echter Wildreis wird nicht “angebaut”, sondern wächst auf natürliche Weise immer wieder nach. Die Ureinwohner fahren mit ihren schmalen Booten langsam durch die ufernahen Bestände, biegen mit einem Stock die Halme nieder und schlagen mit Hilfe des anderen Stockes die Körner aus den Ähren. Während der Wildreis auf den Kanuboden fällt, schnellen die Halme wieder zurück. In der Sprache der Anishinaabe heißt der Wildreis „Manomin“ (übersetzt: der wertvolle Samen).Teilnehmen können Kinder ab 7 Jahren.

Donnerstag, 4.9. von 10.00 – 12.00 Uhr (Anmeldung erforderlich)
Tanzen und Singen mit Tamara Podemski 2 (Beschreibung s. oben)
Teilnehmen können Kinder ab 10 Jahren

 

Donnerstag, 4.9. von 14.00 – 16.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)
Mit Pfeil und Bogen 2 (Beschreibung s. oben) Teilnehmen können Kinder ab 10 Jahren

Lieder und Tänze aus dem Land des Nordwinds

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Tamara Podemski, die in Toronto geboren wurde und derzeit in Hollywood lebt, präsentiert Geschichten, Tänze zum Mitmachen und Lieder zum Mitsingen aus ihrer Kultur. Kinder und Eltern sind herzlich willkommen!

 

Freitag, 5. September 20.00 Uhr Ort: Scala-Filmteather (Marktstätte) Unkostenbeitrag: 6,50 € Alter: ab 12 Jahren

Dance me Outside – Tanz mit einem Mörder (Literaturverfilmung)

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Kanada 1994 Regie: Bruce McDonald Darsteller/innen: Adam Beach, Tamara Podemski, Ryan Rajendra Black, Jennifer Podemski u. a. 81 Min, ab 12 Jahren

Die beiden Teenager Silas und Frank warten auf ihre Lehrstelle und durchleben in der Zwischenzeit den eher langweiligen Alltag. Endlich bringen der Besuch von Silas` Schwester, die mit ihrem weißen Bräutigam anreist und die Haftentlassung ihres Kumpels Gooch etwas Abwechslung. Doch bei einem Fest passiert die Katastrophe: Ein Mädchen aus dem Reservat wird vergewaltigt und erdrosselt. Clarence, ein weißer Rassist, ist schnell als Täter ausgemacht. Tatsächlich ist der Mörder schon nach einem Jahr wieder auf freiem Fuß. Silas und Frank wollen das nicht so einfach hinnehmen… Zu Gast: Schauspielerin Tamara Podemski

Mit freundlicher Unterstützung: Botschaft von Kanada in Berlin, städtische Integrationsbeauftragte, Scala Filmtheater Betriebe GmbH, ALNATURA, Südkurier Konstanz

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